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Grundlagen der Eierstock- und Hodenfunktion

 


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Fruchtbarkeit der Frau 
 
Anders als bei Männern, die eine kontinuierliche Spermienproduktion über die gesamte Lebensspanne haben, besitzen Frauen von Geburt an nur einen bestimmten Vorrat an Eizellen, über den hinaus wahrscheinlich keine weiteren Eizellen produziert werden können. Im Eierstockgewebe befindet sich ein „Pool“ von mehreren 100 Tausend  winzig kleinen Eizellen, die sich nicht vermehren können, sondern aus denen sich monatlich zur Zyklusmitte ein befruchtungsfähiges Ei entwickelt.
Der natürliche Vorgang der Eizellreifung, der  von der Pubertät bis zu den Wechseljahren in jedem Menstruationszyklus ein reifes Ei hervorbringt, verbraucht pro Monat ca. 500-1000 Eizellen. Aus diesen Gegebenheiten kann abgeleitet werden, dass Frauen durchschnittlich mit 51 Jahren ihren Vorrat an Eizellen verbraucht haben und dann die Menopause (letzte Menstruation) eintritt. Jede äußere Einwirkung, die den Verlust von Eizellen beschleunigt, ( z.B. Rauchen, Bestrahlung, Chemotherapie) hat zur Folge, dass die Dauer der fruchtbaren Lebensphase abnimmt und die Wechseljahre vorzeitiger als erwartet eintreten. 
    
 

Fruchtbarkeit des Mannes
                                                                                 
Die männlichen Fortpflanzungsorgane bestehen aus Hoden und Hodensack,
Nebenhoden, Samenleitern, Samenbläschen, Prostata, Penis und Harnröhre
und werden von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gesteuert. Die Hoden bestehen testosternproduzierenden LeydigZellen und spermienproduzierenden
Keimzellen. Sobald ein Junge in die Pubertät kommt, setzt die Hirnanhangsdrüse zwei Befehls-
hormone (FSH und LH) frei, die dem Hoden signalisieren, das männliche Geschlechtshormon Testosteron und Spermien zu produzieren. Das Testosteron sorgt u.a. dafür, dass die Stimme tiefer wird, die Körperbehaarung sich typisch männlich ausprägt, dass Penis und Hoden wachsen, und die Muskulatur sich ausbildet. Im Unterschied zur Frau sind die Keimzellen des Mannes in der Lage, sich durch Zellteilung ständig zu erneuern. Solange gesunde Keimzellen vorhanden sind, können diese neue Spermien produzieren. Die Spermien reifen im Nebenhoden (dieser ist ein aufgeknäultes feines Rohr, das auf jedem Hoden sitzt) und werden dann in den Samenleiter transportiert. Die Samenbläschen und die Prostata produzieren eine Flüssigkeit, mit denen die Samenzellen vermischt werden und beim Samenerguss durch die Harnröhre ejakuliert werden.
 
 




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  • Prof. Dr. med. Michael von Wolff, Bern  (Koordinator Medizin) 
    Michael.vonWolff@insel.ch
  • Prof. Dr. rer. nat. Ralf Dittrich, Erlangen (Koordinator Biologie) 
    Ralf.Dittrich@uk-erlangen.de
  • Prof. Dr. med. Frank Nawroth, Hamburg
  • PD Dr. med. Barbara Lawrenz, Tübingen
  • PD Dr. med. Ariane Germeyer, Heidelberg
  • Dipl. human. biol. Jana Liebenthron, Bonn
  • Prof. Dr. med. Jan Krüssel, Düsseldorf (Gastgeber Jahrestreffen 2014) 

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